In Island wird CO2 zu Stein gemacht

Die Anlagen des Geothermischen Kraftwerks Hellisheidi aus dem Helikopter. 14.11.2019

Ein Bericht in der SRF Tagesschau stellte kürzlich eine isländische Methode vor, wie in CO2 der Luft entnommen und in den Boden zurückgeführt wird. Die Bedingungen beim Geothermischen Kraftwerk Hellisheidi in der Nähe von Reykjavik sind ideal und es ist der perfekte Ort für ein solches Projekt. Wie der Beitrag von SRF zeigt, braucht es für den Prozess viel Wasser und eine bestimmte Bodenbeschaffenheit. Wasser hat Island mehr als genug und der poröse Basalt eignet ist bestens. Bereits 2017 berichtete Iceland Review über die Möglichkeit Kohlendioxid aus der Luft zu filtern und im Boden zu Stein werden zu lassen. Bereits damals war auch die Schweizer Firma Climeworks, zudem gab es EU-Forschungsgelder. Climaworks ging als Unternehmen aus der ETH hervor und ist weltweit führend in der Filterung von CO2 aus der Umgebungsluft. Vor acht Jahren wurde mit Carbfix in Hellisheidi begonnen, 2020 wurde  nun das Horizon-Forschungsprojekt mit dem Namen CarbFix2 lanciert. Das Prinzip ist eigentlich einfach: die Climeworks Filteranlage saugt das CO2 aus der Luft an, in der Anlage wird verbindet es sich mit einem chemischen Stoff. Das gefilterte Kohlendioxid wird in Wasser aufgelöst und 2000 Meter tief in den Boden gepumpt, wo es in den Poren des Basalts zu Stein wird. Das neue Gestein wird als Carbfix bezeichnet – dem Wortsinn nach wird Kohlendioxid im Gestein fixiert. Aktuell ist die Methode noch teuer, aber wer weiss, ob der Staubsauger für Treibhausgase, wie SRF die Methode nannte, an Wichtigkeit gewinnen wird und mithelfen kann, den weltweiten CO2 Gehalt in der Atmosphäre zu reduzieren.

SRF Tagesschaubeitrag vom 23. November 2020

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