
Auf einer kurzen, spontanen Wanderung entdeckte Trollfigur bei Landsendi im Osten Islands. 23.06.2026
Es sind einzelne Episoden, welche Reisen unvergesslich machen. An Beispielen der vergangenen Ostislandreise mit Papageitauchergarantie mangelt es nicht. Wir wissen nie ganz genau, wo uns eine Reise entlang führt und was wir alles erleben werden. Dies macht es so spannend und ich habe meinen Job am liebsten, wenn ich aus dem Freien schöpfen und Ideen einbringen kann.
Wetterbedingte Programmänderungen: Tatsächlich nutzte ich die Flexibilität schon am zweiten Tag nach der Ankunft in Egilsstadir, vorgesehen war eigentlich der Besuch bei den Papageitauchern im Borgarfjördur Eystri. Der Wetterbericht verkündete wenig Gutes für diesen Tag, aber Sonne für den nächsten. Es regnete nach der Landung in Ostisland zwar nicht, aber der Himmel Richtung Norden sah düster aus, gegen Süden war es etwas heller. So waren alle einverstanden, anstatt mit den Lieblingsvögeln mit der etwas steilen Wanderung, vorbei am mit Basaltsäulen umrahmten Litlanesfoss zum Hengifoss zu beginnen. Tatsächlich blieben wir trocken. Auf der Fahrt von Osten nach Südosten im späteren Verlauf der Reise entschieden wir aufgrund des heftigen Windes kurzfristig den Besuch von Stokksnes gegen eine etwas abenteuerliche Fahrt ins bunte Rhyolithtal bei Lon zu tauschen (siehe weiter unten bei „Von buntem Gestein..). Ganz windgeschützt waren wir dort auch nicht, aber wir wussten um den Sand bei Stokksnes und beim späteren Vorbeifahren sahen wir anstatt das Vestrahorn eine Sandsturmwolke. Das Brunn- oder Batmanhorn zeigte sich zwischenzeitlich. Wir danken allen Reisegästen fürs Verständnis, der Apero schmeckte deutlich besser ohne Sand zwischen den Zähnen. Am zweitletzten Tag änderten wir unser Programm nochmals ein bisschen, weil es ziemlich heftig regnete. Beim Frühstück kam mir in Hvolsvöllur im Süden die Idee, die empfehlenswerte Vulkanausstellung im Lavacenter zu besuchen. Nach einer Umfrage im Chat wusste ich, dass fast alle den Vorschlag gut fanden und nachher auch begeistert waren von den interaktiven Möglichkeiten den isländischen Vulkanismus auf verständliche Art und Weise kennenzulernen.
- Der mit Basaltsäulen umrahmte Litlanesfoss liegt unterhalb des Hengifoss. 20.06.2026
- Wanderweg zum Hengifoss im oberen Bereich. 20.06.2026
- Hengifoss mit den typischen roten Tonschichten. 20.06.2026
- Heftige Winde verhindern einen Blick zum Vestrahorn. Höfn, 25.06.2026
- Im Lavacenter von Hvolsvöllur lassen sich interaktiv Kontinentalplatten verschieben. 27.06.2026
Winterliche Momente zu Mittsommer: Wir waren an den längsten Tagen des Jahres unterwegs, dunkel wurde es während der ganzen Reisezeit überhaupt nicht. Am Nachmittag des zweiten, oben beschriebenen Tages, ergänzten wir unser Programm mit einem Abstecher zum Karahnukar-Staudamm. Der Strassenabzweig liegt nahe am Hengifoss-Parkplatz und auf asphaltierter Strasse gelangt man bald auf die eindrückliche Hochebene. Aber wir hätten nicht erwartet, dass wir dort mehr oder weniger im Winter landen würden. Noch anfangs Juni gab es in Ostisland einen ziemlich heftigen Wintereinbruch, die Spuren davon sahen wir deutlich. Die Fahrt ins abseits von allem zum grossen Staudamm-Bauwerk gefiel, erweiterte die Eindrücke und trug schlussendlich dazu bei, ein komplettes Bild von der Stromproduktion zur Aluminiumherstellung über das neu geschaffene Naturjuwel Studlagil zu erhalten. Auch nicht vorgesehen, war eine Fahrt zum Fährhafen nach Seydisfjördur. Die Strasse führt über die mehr als 600 Meter hohe Fjardarheidi, wo wir wiederum absolut winterliche Bedingungen antrafen. Seydisfjördur selbst begeisterte ohne Schnee mit zahlreichen, tollen Fotomotiven. Bei beiden Zusatzfahrten konnten wir von schneefreien Strassen profitieren. Etwas herausfordernd ist die Strecke über den Pass Hellisheidi Eystri, die man im Sommer wählen kann. Sie führt von Vopnafjördur nach Egilsstadir. Die Piste 917 ist 14 Kilometer lang und führt über enge Kurven auf beiden Seiten auf 665 Meter hinauf, was für Island hoch ist. Bei regnerischem Wetter ist diese Route nicht empfehlenswert, aber für uns passte es und sie war nach der Wintersperre auch kürzlich für den Verkehr geöffnet worden. Einige nutzten die Gelegenheit einen Teil zu Fuss zu gehen, die meterhohen Schneemauern entlang der Piste waren so noch eindrücklicher. Von der Passhöhe bot sich nach Westen mit verschneiten Bergen ein winterlicher Blick, gegen Osten dagegen faszinierte die Aussicht über den Heradsfloi mit wechselnden Meeresfarben.
- So viel Schnee erwarteten die Gänse wohl nicht auf der Vesturöraefi in Ostisland. 20.06.2026
- Blick den Karahnukar-Staudamm hinunter in die Jökla-Schlucht. 20.06.2026
- Winterlich verschneite Fjardarheidi im Mittsommer. 24.06.2026
- Schnee und auftauendes Eis auf Fjardarheidi. 24.06.2026
- Fotogenes Seydisfjördur. 24.06.2026
- Blick nach von Hellisheidi Eystri auf Passstrasse, Schneeberge und Vesturardalur. 23.06.2026
- Hellisheid Eystri kurz nach der Wintersperre mit hohen Schneemauern. 23.06.2026
- Blick von Hellisheidi Eystri über den Heradsfloi. 23.06.2026
Aber auch Mittsommer fehlte nicht! Den nördlichsten Ort Raufarhöfn durften wir am 22. Juni bei Sonnenschein geniessen und es gab Reisegäste, welche die Chance nutzten, die Mitternachtssonne zu beobachten. Um 23 Uhr machte ich mein letztes Bild vom Hotelbalkon. Die Sonne stand tief neben dem Arctic Henge und ein mystischer Nebel kroch über den Boden. Kurz danach sank ich sehr müde ins Bett und konnte mit der Nachtschwärmerin nicht mithalten, die am nächsten Morgen mit Fotos belegen konnte, dass die Sonne nicht unterging. Da Raufarhöfn nur drei Kilometer unterhalb des Polarkreises liegt, erstaunt dies nicht weiter. Herzlichen Dank an S. die Bilder der Mittsommersonne in Raufarhöfn zur Verfügung gestellt zu haben.
- Hafen und Leuchtturm von Raufarhöfn in der goldenen Abendsonne. 22.06.2026
- Arctic Henge in Raufarhöfn mit mystischem Nebel bei tiefer Sonne. 22.06.2026, 23 Uhr
- Die Sonne steht tief am Horizont. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 00.13 Uhr
- Blick vom Arctic Henge auf die Tiefe Sonne. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 00.32 Uhr – Foto S.
- Schöne Stimmung mit Mitternachtssonne. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 00.50 Uhr
- Nur fast geht die Sonne unter. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 01.09 Uhr
- Und bereits steigt die Sonne hinter dem Friedhof wieder hinter auf. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 01.46 Uhr
- Sonnenaufgang im Nordosten. Foto S. Raufarhöfn, 23.06.2026, 02.11 Uhr
Frischer Fisch von Holmsteinn bei Kalmann in Raufarhöfn: Der Dorsch im Teller verging wortwörtlich auf der Zunge. Er war so lecker, dass ich Holmsteinn, den Besitzer von Hotel Nordurlios (dt. Nordlicht) in Raufarhöfn fragte, woher er den Fisch habe. Er erzählte mir, er sei auch Bootsinhaber und sein Sohn Kapitän, den Fisch hätten sie in der Nacht vor unserer Ankunft gefangen und am Morgen an Land gebracht. Frischer geht nicht! Aber wann schläft Holmsteinn wohl? Wen wundert es, ein von Joachim Schmidt signiertes Buchexemplar von Kalmann im Hotel zu finden. Bereits liebäugle ich damit, irgendwann gleich ein paar Tage in Raufarhöfn zu verbringen und träume schon von Nordlichtern über dem Arctic Henge (melde dich gerne, wenn du dir das auch vorstellen könntest). Übrigens, der dritte Band um den Sheriff von Raufarhöfn „Kalmann schweigt“ erscheint im September 2026.
- Boot um Boot kommt am Morgen zurück in den Hafen. Raufarhöfn, 23.06.2026
- Der nächtliche Fang wird gelöscht. Raufarhöfn, 23.06.2026
- Die Behälter füllen sich mit den gefangenen Fischen. Raufarhöfn, 23.06.2026
Papageitaucher und Gletscherlagune vom Feinsten: Auch wenn man nach der regnerischen zweiten Nacht nicht wirklich dran glaubte, duften wir am Hafnarholmi im Borgarfjördur Eystri wunderbare und sonnige Momente bei den Papageitauchern erleben. Bereits die Fahrt über den Vatnskard bot tolle Aussicht über den Heradsfloi und dann ebenfalls entlang der rauen Küste bis Bakkagerdi. Aber nichts ist vergleichbar mit den Momenten bei Islands Lieblingsvögeln, welche sich hier aus der Nähe beobachten lassen. Viele kehrten mit Fisch im Schnabel vom Meer zurück zu ihren Höhlen. Manche landeten treffsicher und verschwanden sofort im Loch, andere aber posierten zuerst für Fotos. Wir beobachteten sogar, wie einer mit Futter in der falschen Höhle verschwand, aber gleich wieder rauskam, da er seinen Fehler bemerkt hatte. Es ist einzigartig den Papageitauchern zuzuschauen, selbst beim Sch… und wenn wir keine Abfahrtzeit vereinbart hätten, wäre ich vermutlich immer noch dort.
- Papageitaucher-Trio, einige sauberer als andere. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher schaut aus der Höhle. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher präsentiert seine Sandaale im Schnabel. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher mit Fisch im Anflug. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher mit Fisch gelandet. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher eilt mit Fisch zur Höhle. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher bringt den Fisch in die Höhle. Hafnarholmi, 21.06.2026
- …und sch… Richtung Meer. Hafnarholmi, 21.06.2026
- Papageitaucher, was möchtest du sagen? Hafnarholmi, 21.06.2026
Gleich mehrere Reisegäste erlebten 2023 die Gletscherlagune bei übelstem Wetter und wünschten sich verständlicherweise diesmal die andere sonnige Version. Ihr Traum ging in Erfüllung, Jökulsarlon und Diamondbeach durften wir bei Sonnenschein und tollem Wolkenspiel erleben. Es war so schön, dass wir gleich noch Fjallsarlon ergänzten, obwohl danach noch eine weite Fahrt vor uns lag.
- Gletscherlagune Jökulsarlon. 26.06.2026
- Gletscherlagune bei tollen Wetter ist ein grossse Glück. 26.06.2026
- Grosse Eisberge in der Gletscherlagune. 26.06.2026
- In der Gletscherlagune hat schwimmen auch kleine Eisklötze. 26.06.2026
- Eisklötze wie Diamanten. Diamond Beach, 26.06.2026
- Fjallsarlon. 26.06.2026
- Der Blick aufs Felsherz über Fjallsarlon lädt zum Geniessen ein. 26.06.2026
Übernahme des Tankstellen-Shops in Vopnafjördur: Vergeblich suchten wir nach dem entspannenden Bad im Selardalslaug eine Möglichkeit für eine Kaffeepause. Das gemütliche Kaffee, welches wir 2023 in Vopnafjördur noch besucht hatten, ist längst zu. Ein lokaler Handwerker verwies uns zur N1-Tankstelle. Dort wartete nichts weiter als eine Kapsel-Kaffeemaschine, die junge Mitarbeiterin verzog sich gleich nach hinten als sie uns sah. Einige konnten zwar den Kaffee noch bei ihr bezahlen, aber dann sorgte unser Reisegast Christine für Kaffee, sie leerte den vollen Kapselbehälter und holte hinter dem Tresen Wasser. Wir lachten, aber so wird das definitiv nichts mit dem Tourismus in Vopnafjördur. Es entstand nicht ein einziges Foto in diesem Ort.
Von buntem Gestein und einem Elefanten: Am Vopnafjördur selbst erinnerte ich mich von einer früheren Reise an einen Elefantenfelsen im Meer, lange wars her, wo war nochmal dieser Felsen? Zur vorherigen Kaffeeepisode hätte es gut gepasst, den Elefanten nun nicht zu finden. Die Erleichterung war gross, als an der Küste bei Skjolsfjörur eine Parkbucht die Gelegenheit bot zu stoppen und nach wenigen Schritten „filinn“, den Elefanten vor der Küste zu erblicken. Gesteinsmässig wurden wir aber auch anderswo verwöhnt. Durch den wetterbedingten Programmwechsel zu den Papageitauchern, wählten wir eine ganz andere Route durch den Heradsfloi und kurz bevor Jökulsa i Dal unter der Ringstrasse durchfliesst, ist eine alte Brücke, die zu Fuss erreicht werden kann. Hier erhielten wir mit den Gesteinsgemälden im Flussbett schon einen ersten Eindruck, was früher im Flussbett verborgen blieb, als es den Karahnukar-Staudamm noch nicht gab. Jökulsa a Dal ist kein tosender, graubrauner Gletscherfluss mehr, sondern ein zahmer Fluss teilweise mit türkisfarbenem Wasser. Bei Studlagil (Basaltsäulenschlucht) kam ein wahres Naturjuwel zum Vorschein, welches durch die sozialen Medien längst grosse Bekanntheit erlangt hat. Hier wurde unlängst sehr viel Infrastruktur gebaut, dank welcher das steile Gelände nun gut zugänglich wurde, Natur und Boden geschont werden. Die Region verdient ein grosses Lob für die lange Treppe und die Plattformen, welche einzigartige Ausblicke ermöglichen. Auffällig sind bei Hengifoss, den wir am zweiten Tag besuchten (siehe weiter oben), die zwischen den Basaltschichten gelegenen roten, eisenoxydhaltigen Tonschichten, welche sich gemäss Wikipedia aus Vulkanasche gebildet haben. Auch hier wurden die Wege sinnvoll ausgebaut und eine neue Brücke ermöglicht eine Rundwanderung. Grün präsentieren sich die Ignimbrit-Felsen an der nördlichen Küste des Berufjördurs. Die Isländer nennen das Gestein Flikruberg und es ist metamorpher Bimsstein. Weshalb der Parkplatz „Blabjörg“ (dt. blauer Felsen) genannt wird, ist mir schleicherhaft, denn das Gestein ist defintiv grün. Natürlich ist die Farbe auch eine Frage des Lichteinfalls, wir durften einen grossartigen Moment geniessen. Unglaublich bunt ist die Steinsammlung von Jon Fridrik Sigurdsson in Djupivogur. Farbiges Rhyolithgestein entdeckten wir im Borgarfjördur Eystri, auf einer kurzen Wanderung zu Landsendi auf der Westseite des Heradsfloi, entlang der südlichen Ostfjorde und beim nicht vorgesehenen Abstecher ins Lon-Tal, wo leider das Sonnenlicht etwas fehlte, um die Farben des Gesteins zu intensivieren. Ganz am Ende der Reise leuchteten die Bodenfarben bei den heissen Schlammquellen von Krysuvik.
- Filinn der Felselefant vor der Skjolsfjördur-Küste am Vopnafjördur. 23.06.2026
- 260620_rote_eisenhaltige Tonschicht unterhalb Hengifoss. 20.06.2026
- Gesteinsgemälde im Canyon der Jökulsa_a_dal. 21.06.2026
- Canyon Jökulsa a Dal bei Hroarstunga. 21.06.2026
- Studlagil mit neuen Plattformen. 21.06.2026
- Gesteinsdetails in der Studlagil Schlucht. 21.06.2026
- Waagrechte Basaltsäulen in verschiedenen Farben. Studlagil, 21.06.2026
- Grüne Felsen aus Ignimbrit (isl. Flikruberg) bei Blabjörg im Berufjördur. 25.06.2026
- Bunte Steinsammlung von Jon Fridrik Sigurdsson. Djupivogur, 25.06.2026
- Grüner Rhyolithrücken bei Landsendi im Heradsfloi. 23.06.2026
- Hügelzug aus Rhyolith bei Krossanes, südl. Alfafjördur. 25.06.2026
- Spaziergang durchs Rhyolithtal bei Lon. 25.06.2026
- Bunter Boden bei Solfataren von Krysuvik. 27.06.2026
Schlafen auf der höchstgelegenen Farm und in der ehemaligen Bank: Bei der Planung einer Reise versuche ich wenn möglich auch spezielle Unterkünfte einzubauen, wenn diese ins Budget passen. Auf dieser Reise drängte sich die Farm Fjalladyrd in Mödrudalur auf mit ihrem Hotel und dem originellen Restaurant Fjallakaffi. Das Wetter passte, diese Nacht auf der höchstgelegenen, noch bewirtschafteten Farm mit der kleinen Kirche wird unvergesslich bleiben.
- Stimmungsvoller Morgen mit alten Landmaschinen und dem Hotelgebäude in Mödrudalur. 22.06.2026
- Gemütliche Lounge im Fjalladyrd Hotel Mödrudalur. 21.06.2026
- Die kleine Kirche ist wie ein Wahrzeichen der Farm Mödrudalur. 21.06.2026
- Originelle Tankstelle in Mödrudalur. 21.06.2026
- Blick auf Herdubreid, die Königin der Berge von Mödrudalur. 21.06.2026
Zur Route passend, reservierte ich Zimmer in Hotel Eskifjördur im Reydarfjördur. Das Hotel war früher ein Gebäude von Landsbankinn, welches eine verblüffende Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Bank in Hvolsvöllur hat. Um wie andere der Gruppe zum Zimmer zu gelangen, stieg ich zuerst ein paar Treppenstufen nach unten, ging vorbei am Tresor und einer Gittertüre – vielleicht war diese für erwischte Bankräuber gedacht – um danach wieder ein paar Stufen hochzugehen. Übrigens, es gab zum Frühstück anstatt Banknoten Spiegeleier mit Speck aus der Muffinform, welche herrlich schmeckten.
- Das Gebäude von Hotel Eskifjördur war ursprünglich eine Filiale von Landsbankinn. 24.06.2026
- Das Landsbankinn-Gebäude in Hvolsvöllur sieht Hotel Eskifjördur ähnlich, dieses war auch eine Bankfiliale. Bild Eggert, 17.07.2026
- Die Tresortüre im Untergeschoss von Hotel Eskifjördur erinnert an die ehemaligenLandsbankinn Filiale. 24.06.2026
- Gittertüre der ehemaligen Bank in Eskifjördur im Untergetschoss. 24.06.2026
- Spiegeleier mit Speck aus dem Muffinblech, Frühstück in Hotel Eskifjördur. 25.06.2026
Bei Eggert zu Hause mit Hakarl Geruch, einer Rangerin und Rentierbällchen: Der aussergewöhnlichste Abstecher der Reise führte weit in den Reydarfjördur hinaus, wo Eggert uns zeigte, wo er aufgewachsen ist. Es ist vielleicht das, was unsere Touren von denjenigen, die man sonst buchen kann, unterscheidet.
- Blick über den Reydarfjördur von Holmanes. 24.06.2026
- Auf der Farm Helgustadir wurde Eggert geboren. Reydarfjördur, 24.06.2026
- Eggert verbrachte sein Kindheit auf der Farm Sigmundarhus im Reydarfjördur. 24.06.2026
Sucht man im Reiseführer nach Sehenswürdigkeiten, ist nicht viel zu finden. Eventuell ist dort die ehemalige Mine mit isländischem Doppelspat von Helgustadir aufgeführt. Eine Rangerin des isländische Naturschutzverbands ist über den Sommer dort. Sie kommt aus Deutschland und konnte uns viel über das früher wichtige Exportprodukt erzählen, welches für optische Geräte genutzt wurde. Was für eine Bereicherung unserer Reise.
- Aufsteig zur Doppelspatmine. Heldustadir/Reydarfjördur. 24.06.2026
- Eingang der Doppelspatmine Helgustadir im Reydarfjördur. 24.06.2026
- Isländischer Doppelspat vor der Mine bei Helgustadir im Reydarfjördur. 24.06.2026
Eggert zeigte uns auch, woher der mitgeführte Hakarl (Gammelhai) stammt, den wir in Kalmann-City mit Brennivin gekostet hatten – es roch ziemlich streng aus dem Trockenhaus!
- Hakarl-Trockenhaus im Reydarfjördur. 24.06.2026
- Hakarl/Gammelhai. Reydarfjördur, 24.06.2026
Später besuchten wir den Hof, auf dem seine Schwester bis vor kurzem lebte. Haus und Scheunen sind verlassen, aber als wir uns etwas umschauten, bemerkten wir die zahlreichen Eiderenten, die gut versteckt im langen Gras brüteten. Familiär verknüpft ist Eggert mit der Familie der Unterkunft Mjoeyri und dazu gehört das traditionelle Restaurant Randulffssjohus. Saevar, der Besitzer ist auch Guide bei der Rentierjagd und so war das Menü mit Rentierbällchen schnell gewählt.
- Die Farm Utstekkur ist heute verlassen. Reydarfjördur, 24.06.2026
- Die verlassene Farm nutzen Eiderenten zum Brüten. Reydarfjördur, 24.06.2026
- Eidernest mit Daunen und Eiern bei Utstekkur im Reydarfjördur. 24.06.2026
- Blick über den Reydarfjördur von Eskifjördur mit Restaurant (links) und Cottages Mjoeyri. 24.06.2026
- Randulffssjohus ist das originelle und bekannte Restaurant in Eskifjördur. 24.06.2024
Geburtstagsessen in Höfn: Am Folgetag hatte Eggert Geburtstag und bei der Bestellung der Menüs fürs Abendessen fiel mir auf, dass wir in Höfn sein werden. Dort gibt es eines der Lieblingsessen unseres Fahrers, es ist Hummerpizza. Dies passt natürlich zum Ort, welcher für seinen Hummer bekannt ist. Pizza steht niemals auf der Liste mit den Gruppenmenüs, aber Gosia zeigte sich flexibel und machte es für uns möglich. Wie wertvoll doch gute Kontakte zu den Hotels sind. Manche mögen wohl etwas skeptisch auf das Abendessen gewartet haben, waren aber dann schnell überzeugt und genossen diese ungewöhnliche Pizza, genau wie den Geburtstagskuchen, den ich bei Hotel Höfn bestellen konnte – danke für alles Gosia und Team. Von der Pizza blieb auch etwas übrig und wanderte im Karton ins Gepäckfach unseres Busses. Ab und zu bemerkte ich Eggert, wie er sich hinten am Bus wieder ein Stück hervorholte und genoss.
Lupinen und Wasserfälle ohne Ende: Der Titel sagt schon fast genug. Während unserer Reise waren überall die Lupinen in Blüte, fürs Auge ein wunderbares Erlebnis. Da alle bereits Island kannten, wussten sie auch über die Problematik, der nicht zu stoppenden Ausbreitung der Pflanze Bescheid, die Lupinen sind Segen und Fluch zugleich.
- Lupinenmeer über Raufarhöfn. 22.06.2026
- Goldregenpfeifer vor Lupinen. Raufarhöfn, 22.06.2026
- Lupinen in Seydisfjördur. 24.06.2026
- Lupinenmeer mit Myrdalsjökull im Hintergrund. Myrdalssandur, 26.06.2026
- Lupinen blühen unter dem Leuchtturm Reykjanesviti. 27.06.2026
Auch unzählige Wasserfälle begleiteten uns und wir stoppten nicht für jeden einzelnen. Alle dürfte eigene Favoriten haben, für mich war der Moment am Stjornarfoss bei Kirkjubaejarklaustur sehr stimmig mit dem Licht und der Tatsache, dass die einzigen Touristen gerade gingen, als wir ankamen. Die bekannten Wasserfälle Skoga- und Seljalandsfoss hingegen waren sehr gut besucht und ich persönlich musste mich zuerst wieder daran gewöhnen, viele Leute an einem Ort vorzufinden, kamen wir doch aus ziemlich abgegelegenen Gebieten, wo wir manchmal mehr Rentieren als Menschen begegneten.
- Dettifoss (Ostseite). 22.06.2026
- Gischt von Dettifoss. 22.06.2026
- Blick in Jökulsagljufur vom Dettifoss (Ostseite). 22.06.2026
- Gugufoss bei Seydisfjördur. 24.06.2026
- Foss a Sidu. Südostisland, 26.06.2026
- Stjornarfoss bei Kirkjubaejarklaustur. 26.06.2026
- Skogafoss. 26.06.2026
- Seljalandsfoss. 26.06.2026
Zu guter Letzt gebührt ein riesiges Dankeschön unseren Reisegästen, mit welchen wir solche und viele weitere Episoden erleben durften. Das Vertrauen der Mitreisenden geniessen zu dürfen und das Programm fast beliebig umstellen zu können, ist unser Glück und bringt grosse Vorteile! Takk fyrir.




























































































