25. August 2015

Schwarze Strände bei Vik nicht ungefährlich

Blick von Kap Dyrholaey auf Strand Reynisfjara. 20.06.2015

Blick von Kap Dyrholaey auf Strand Reynisfjara. 20.06.2015

Die wunderbaren und absolut besuchenswerten Strände bei Vik scheinen endlos, sind fast  menschenleer und bestehen aus schwarzem Sand und schwarzen, gerundeten Steinen. Die Brandung kann harmlos erscheinen, je nach Wetter ist die wuchtige Gewalt der Wellen sichtbar und lässt viele Besucher staunen. Wer Zeit hat, sollte das Meeresrauschen unbedingt geniessen, den langen Stränden entlang gehen und bei gutem Wetter einen Blick auf die Gletscher Eyjafjallajökull und Myrdalsjökull werfen. Bei Kap Dyrholaey und in Reynisfjara lassen sich von anfangs/Mitte Juni bis Mitte August mit Glück Papageitaucher beobachten. Weiterlesen →

18. August 2015

Blumen und Wale in Akureyri

Blog – 01

Wale nahe an der Ambassador, weiter draussen dreht ein Kreuzfahrtschiff Beobachtungsrunden. 07.08.2015

Wale nahe an der Ambassador, weiter draussen dreht ein Kreuzfahrtschiff Beobachtungsrunden. 07.08.2015

Die Hauptstadt von Nordisland heisst Akureyri und liegt weit hinten im tief eingeschnittenen Eyjafjördur. Mit 18 000 Einwohnern ist die Stadt übersichtlich und die kurze Shoppingzone gerne besucht. Im Moment verwöhnt Akureyri seine Besucher mit einem farbigen und herrlich blühenden Botanischen Garten, der liebevoll Lystigarten, übersetzt Lustgarten genannt wird. Es ist absolut erstaunlich, was nahe am Polarkreis alles zu blühen vermag. Gartenbanken, Teiche und das neue Kaffee laden zum Verweilen ein.

Ebenfalls empfehlenswert ist dreistündige Walbeobachtungstour im Eyjafjördur, welche ab Akureyri startet. In den letzten Wochen wurden jede Menge Buckelwale gesichtet, die rund um das Boot Ambassador sogar hörbar immer wieder auftauchten. Vor kurzem drehte sich sogar ein Kreuzfahrtschiff mehrmals um sich selbst, um die Passagiere die zahlreichen Meeressäuger beobachten zu lassen. Ein Video hat Morgunbladid veröffentlicht.

6. August 2015

Dettifoss

Dettifoss, der mächtigste Wasserfall Europas. 06.08.2015

Dettifoss, der mächtigste Wasserfall Europas. 06.08.2015

Der Dettifoss, übersetzt stürzender Wasserfall, ist Europas mächtigster Wasserfall, wenn man Wassermenge und Fallhöhe kombiniert. Das meist grau-braune Wasser der Jökulsa a Fjöllum fällt über 44 Meter in die bis zu 100 Meter tiefe Schlucht Jökulsagljufur. Das Landschaftsbild von Wasserfall und Schlucht ist äusserst beeindruckend.

Der Wasserfall kann von beiden Seiten besucht werden. Auf der Ostseite erhält man bereits vom Parkplatz aus einen Überblick und kann in ungefähr Minuten über Steintreppen und markierte Wege bis zum Rand den Wasserfalls hingehen. Dort wird man im wahrsten Sinne des Wortes berauscht von den Wassermengen, welche mit einem Durchschnitt von 200 Kubikmeter pro Sekunde beziffert werden. Weiterlesen →

30. Juli 2015

Als Selbstfahrer im Hochland

Mitten im Wasser auf der Sprengisandur stecken geblieben. Foto Eggert, 13.07.2015

Mitten im Wasser auf der Sprengisandur stecken geblieben. Foto Eggert, 13.07.2015

Das isländische Hochland mit den unglaublichen Weiten, den Steinwüsten mit grünen Oasen, der faszinierenden Natur und der Einsamkeit ist reizvoll und zieht jeden Sommer viele Leute, Touristen und Isländer an. Als Selbstfahrer unterwegs zu sein, ist nicht ganz ohne und man sollte halt doch einiges beachten, wenn man das Abenteuer wagt. Eggert war kürzlich mit einer Gruppe auf der Sprengisandur, der längsten Hochlandroute unterwegs und fotografierte aus seiner Perspektive vorne im Bus gleich zwei steckengebliebene Fahrzeuge. Im Falle des oben abgebildeten Fahrzeugs musste der Bus mehr als eine Stunde warten, bis der Jeep herausgezogen war und die Stelle passiert werden konnte.  Unachtsamkeit kann teuer oder gar gefährlich werden. Einen ersten Blick vor dem Antritt der Hochlandfahrt sollte man auf die Strassenwebseite werfen und auch den Wetterbericht beachten. Weiterlesen →

22. Juli 2015

Das hektische Leben der Küstenseeschwalben

Flaumiges Küstenseeschwalben-Kücken im taunassen Gras. 22.06.2015

Flaumiges Küstenseeschwalben-Kücken im taunassen Gras. 22.06.2015

Es kreischt in der Luft und kaum eine Küstenseeschwalbe sitzt ruhig an einer Stelle. Es sei denn die Vögel sitzen mit senkrecht himmelwärts gerichtetem Schwanz brütend auf den Eiern im Nest.

Arctic Turn ist der englische Name für Küstenseeschwalbe und gleichzeitig ein gute Beschreibung der weiten Reise, welche diese aerodynamisch geformten Vögel alljährlich unternehmen. Sie legen bis zu 70 000 km zurück, fliegen aus der Antarktis in arktische Gebiete um sich zu paaren, zu brüten, die Kücken zu füttern und bis zur Flugfähigkeit aufzuziehen. Island ist eine bevorzugte Destination und die Gletscherlagune Jökulsarlon wegen der guten Nahrungssituation sehr beliebt bei den Küstenseeschwalben.

Kria heisst die Küstenseeschwalbe in Island. Wer einem Nest zu nahe tritt, weiss spätestens dann, woher der Name rührt. Der Schrei der Krias lässt jeden erschrecken. Es ist ein Warnschrei, bevor die Vögel mit dem roten Schnabel den höchsten Punkt der Gefahr angreifen. In der Nähe von Küstenseeschwalben ist es sinnvoll den eigenen Kopf mit einem Gegenstand zu schützen. Die Küstenseeschwalben sind aggressiv, wenn es um die Eier und die Kücken geht. Diese sind oft ganz ungeschützt auf dem Boden, am Strand in den Steinen, irgendwo im Gras oder neben dem Parkplatz bei der Gletscherlagune. Hier machen ihnen besonders die Raubmöwen das Leben schwer, aber auch für andere Möwenarten, den Polarfuchs und den Nerz sind Eier und Jungvögel ein begehrter Leckerbissen. Eine Chance haben die Küstenseeschwalben, wenn sie im Verband gegen Angreifer kämpfen und manchmal treiben sie diesen erfolgreich in die Flucht. Weiterlesen →