12. November 2015

Im Helikopter unterwegs mit Matthias

Im Helikopter Islands einigartige Natur von oben kennen lernen 09.11.2015

Im Helikopter Islands einzigartige Natur von oben kennen lernen. 09.11.2015

Es war wieder einmal ein typisch isländischer Zufall, der mich zu Matthias Vogt führte: Bei einem Stopp mit einer Reisegruppe in Mödrudalur im Nordosten Islands sah ich den Helikopter mit kleinem Schweizerkreuz stehen. Einer Mitreisenden gefiel der im Bergkaffee liegende Bildband so gut, dass wir den vermerkten Kontakt anriefen und sie konnte das Buch erwerben. Mich interessierte die Tätigkeit von Matthias und wir kamen ins Gespräch. Der aus Liechtenstein stammende Matthias verbringt die Sommermonate auf der Farm Mödrudalur und bietet dort seine Rundflüge an. 2014 sah ich den Heli in Nyidalur an der Sprengisandurstrecke stehen und Matthias machte Flüge mit einem Fotografen, später ab Mödrudalur zum Ausbruch von Bardarbunga. Mödrudalur ist ein genialer Standort für Flüge zu Askja, Holuhraun, zum Vatnajökull, über das Gebiet von Myvatn oder zum Rhyolithgebiet Vonarskard. Auf Wunsch holt und bringt Passagiere auch an anderen Standorten, z.B. Akureyri, Reykjavik… Im Herbst und ab Mitte Januar fliegen Matthias Vogt und sein Heli in Reykjavik ab dem Inlandflughafen. Matthias kennt Island mittlerweile sehr gut und ist nicht nur ein versierter Pilot sondern auch ein Reiseleiter in der Luft, welcher über die Gebiete auf Deutsch/Schweizerdeutsch zu erzählen weiss. Man spürt die Leidenschaft, mit welcher der Liechtensteiner mit seinem 3-Plätzer Robinson R44 fliegt und ein besonderer Genuss sind die grossen Scheiben, welche einen uneingeschränkten Blick ermöglichen. Hat man die Chance, Island aus der Luft zu sehen, zeigt sich einmal mehr, wie speziell das Land ist. Der Weitblick ist ebenso fantastisch wie die unglaublichen Bodenstrukturen und mit passender Musik untermalt wird das Erlebnis noch perfekter. Gerne vermittle ich einen Rundflug mit Matthias für Islandreisende, welche das Land auch von oben kennenlernen möchten. Matthias, vielen Dank für die Kostprobe bei strahlendem Wetter. Die beiden nachfolgenden Amerikaner dürften einen fantastischen Flug zu Hekla, Eyjafjalla- und Myrdalsjökull genossen haben. In der Galerie einige Bildeindrücke vom ungefähr 30 minütigen Rundflug über Reykjavik und seine Umgebung vom 09. November.

1. November 2015

Gegensätze Sommer/Winter – Rainers Reiseberichte Teil 2

Der erste Schnee legt sich über Esja, den Hausberg von Reykjavik. 12.11.2013

Der erste Schnee legt sich über Esja, den Hausberg von Reykjavik. 12.11.2013

Die Tage werden in Island kurz und kürzer,  die Sonne steht ganz flach über dem Horizont. Trotzdem und vor allem dank der Nordlichter ist Island auch um diese Jahresezeit begehrt. Wer Island ins Herz geschlossen hat,  sieht sich die Insel auch im Winterkleid an, genau wieRainer. Er war 2012 mit dem Team Best of Iceland unterwegs und  kehrte 2013 zum Jahresende zurück. Er ist nicht der einzige, welcher vom „Islandvirus“ befallen ist und schreibt Berichte zu seinen Erlebnissen, um die Sehnsucht etwas zu bekämpfen. Der erste Bericht von Rainer wurde hier letzten Februar gebloggt, zum Thema Gegensätze Sommer/Winter folgt nun der zweite Streich (wegen der grossen Datenmenge dreiteilig). Viel Vergnügen bei der Lektüre und Rainer, vielen Dank für das Veröffentlichungsrecht! Weiterlesen →

24. Oktober 2015

Die Eisumschlungene – Buchtipp

Zum Gedenken der Verschollenen im Askjasee. 04.08.2012

Zum Gedenken der Verschollenen im Askjasee. 04.08.2012

Man schrieb das Jahr 1907, als sich zwei wagemutige deutsche Forscher und ein junger Student nach Island aufmachten, um das Gebiet der Vulkancaldera Askja zu untersuchen und genauer zu kartieren. Sie wussten von einem Kratersee und zum Expeditionsgepäck gehörte ein Faltboot. Um die Reise finanzieren zu können, beantragten die Forscher an Universitäten Gelder.

Als Transportmittel gab es damals noch keine Flugzeuge, keine Autos und keine Busse. Wer nach Island wollte, reiste mit dem Schiff an, um sich auf der Insel per Pferd oder zu Fuss fortzubewegen. So taten es auch die drei Deutschen, welche von isländischen Führern und Helfern unterstützt und begleitet wurden. Tatsächlich schaffte man die beschwerliche Reise zur Askjacaldera nach vielen Tagen und Wochen. Das Forschungsprojekt misslang, denn Walther von Knebel und Max Rudloff blieben bereits nach der ersten Benutzung des Faltbootes auf dem Öskjuvatn (Askjasee) verschollen – für immer.  Weiterlesen →

18. Oktober 2015

Arctic Circle Klimakonferenz 2015

Touristenmagnet Gletscherlagune Jökulsarlon - wie lange gibt es sie noch? 06.09.2015

Touristenmagnet Gletscherlagune Jökulsarlon – wie lange gibt es sie noch? 06.09.2015

Am diesjährigen Arctic Circle (Polarkreis-) Treffen, welches aktuell in Reykjavik statt findet, betonen die meisten Redner ihre Sorge um die fortschreitende Klimaerwärmung und die Gletscherschmelze in den arktischen Regionen. Auch versucht man darzustellen, welche Veränderungen diesen Gebieten bevorstehen.

Tomas Johannesson, der Leiter des Gletscherforschungsteams des Meteorologischen Instituts Island hat die berechneten und vermuteten Resultate an der Arctic Circle Konferenz vorgestellt.

Er betont, dass die Klimaerwärmung nicht überall gleich gross ist. Auf der nördlichen Hemisphäre hat die Temperatur im Durchschnitt seit 1980 um weniger als 1°C zugenommen, während der Anstieg in Spitzbergen 3-4°C, in Grönland mehr als 2°C und in Island etwas mehr als 1,5°C beträgt. Neben Grönland ist die Temperaturzunahme auch in Alaska, Nordkanada und Sibirien gross. Die Erwärmung schreitet auch viel schneller als erwartet voran, wie das Beispiel Grönland zeigt. Dort steigen die Temperaturen ausgeprägt seit der Mitte der 1990er Jahre. Es kann sein, dass sich der Temperaturanstieg wieder verlangsamt, wie dies in früheren Perioden der Fall war. Aber es besteht die Gefahr, dass die Temperaturen in den Arktischen Regionen um das Doppelte ansteigen als in anderen Gebieten der Welt, was auch bedeuten würde, dass in der Arktis inklusive Island völlig andere Bedingungen für Pflanzen und Tiere herrschen würden. Weiterlesen →

9. Oktober 2015

Der Imagine Peace Tower in Reykjavik leuchtet

Der Lichtstrahl des Imagine Peace Towers auf der Insel Videy. Im Vordergrund die Skulptur Solfarid. Bild Birgit Kolb 2013

Der Lichtstrahl des Imagine Peace Towers auf der Insel Videy. Im Vordergrund die Skulptur Solfarid. Bild Birgit Kolb 2013

Am 9. Oktober um 20 Uhr isländische Zeit wird Yoko Ono den Lichtstrahl des Imagine Peace Tower wieder einschalten. Yoko liess das Lichtkunstwerk 2007 auf der Insel Videy in der Bucht Faxafloi nördlich von Reykjavik zu Ehren ihres verstorbenen Ehemannes John Lennon errichten. Zum neunten Mal wird sie heute der Lichtzeremonie beiwohnen. John Lennon würde in diesem Jahr 75 Jahre alt. Der Lichtstrahl ist jeweils vom 9. Oktober bis zum 8. Dezember in Reykjavik zu sehen, genau zwischen Johns Geburts- und Todestag (1980). Das Licht strahlt blau und weit hinauf bis in die Wolken, eine gute Alternative, wenn man vergeblich nach Nordlichtern sucht.

Stell dir vor es wäre Frieden –  eine Botschaft, welche John Lennon mit seinem Lied „Imagine“ in alle Welt verkündete. Das Lied ist nach wie vor beliebt und bekannt, der Lichtstrahl des Friedensturms hilft hoffentlich immer wieder daran zu erinnern. Wie schön, wenn die Botschaft doch auch zur Tatsache würde.

Um das Licht des Imagine Peace Towers strahlen zu sehen, buche man sich schnell eine Städtereise oder ein Winterangebot bei Island ProTravel