15. März 2015

Nordlichtglück am Myvatn

Nordlicht trotz schlechter Vorhersage. Myvatn 15.03.2015

Nordlicht trotz schlechter Vorhersage. Myvatn 15.03.2015

Das Team Best of Iceland ist im Moment mit einer Gruppe unterwegs auf der Rundreise Nordlichter und heisse Quellen (Daten für Herbst, Winter 2015/16 sind bekannt). Nach einem stürmischen Tag erreichten wir Myvatn. Sämtliche Nordlichtvorhersagen und -Apps versprachen am 14. März wenig Hoffnung auf einen leuchtenden Himmel. Wieder einmal zeigte sich, dass es sich dennoch lohnt direkt draussen zu schauen, ob der Himmel klar ist und vielleicht doch schon ein schwaches Polarlicht zu sehen ist. Der Teilnehmer Jens meldete, er sei nicht ganz sicher, aber vielleicht sei doch etwas am Himmel… Warm anziehen und weg aus den Lichtern in die Dunkelheit lautete die Devise und die Geduld und Ausdauer wurde tatsächlich belohnt.

7. März 2015

Sonnenfinsternis 20. März 2015

Wie stark sich die Sonne am 20.03.2015 bei der Gletscherlagune (hier im Gegenlicht) verdunkeln wird? 09.09.2013

Wie stark sich die Sonne am 20.03.2015 bei der Gletscherlagune (hier im Gegenlicht) verdunkeln wird? 09.09.2013

Wir nähern uns dem grossen Tag der Sonnenfinsternis. Am Tag des Astronomischen Frühlingsbeginns, dem 20. März 2015 zieht sich die Zentralzone der Sonnenfinsternis durch den Nordatlantik und man hat dort die Chance eine Totale Sonnenfinsternis mitzuerleben. Dies ist der Moment, wo der Neumond die Sonne völlig verdeckt und nur noch der leuchtende Kranz, die Korona sichtbar ist. Mitteleuropa liegt nicht in der Zentralzone, aber trotzdem wird auch in unseren Breiten eine grosse partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein – oder bei bedecktem Himmel zu bemerken sein. Es wird merklich dunkler und auch die Temperatur geht zurück. Selbst die Vögel hören für einen Moment auf zu pfeifen. Viele Sonnenfinsternisfreunde buchten eine spezielle Reise, sie möchten die Totale Finsternis sehen und/oder fotografieren. Dies ist möglich auf den Färöer-Insel, in Spitzbergen oder von den zahlreichen Kreuzfahrtschiffen (Bericht Morgunbladid), welche zu diesem Zeitpunkt im Nordatlantik unterwegs sein werden. Auch die Fähre Norröna von Smyril-Line, welche zwischen Hirtshals (Dänemark) – Torshavn (Färöer) und Seydisfjördur (Island) pendelt, ist an diesen Tagen ausgebucht. In Island wird die Sonne zu 99% verdeckt sein. In Südost- und Ostisland ist man sehr nahe an der Totalitätszone. Wie dunkel es wohl an der Gletscherlagune werden wird? Viele Sternwarten haben an diesem besonderen Tag geöffnet und bieten Sonderprogramme, so z.B. die Schulsternwarte Schwarzenburg und die Sternwarte Bülach (mit Besuch von SRF). Weiterlesen →

28. Februar 2015

Eruption für beendet erklärt

Die Erde dampft und ist noch warm eineinhalb Jahre nach dem Ausbruch am Fimmförduhals. 21.09.2011

Die Erde dampft und ist noch warm eineinhalb Jahre nach dem Ausbruch am Fimmförduhals. 21.09.2011

Der Ausbruch in Holuhraun wurde von den Behörden als beendet erklärt. Die seismische Aktivität ging in letzter Zeit sehr stark zurück und die Vulkanologen, allen voran Haraldur Sigurdsson vermuteten seit Januar, dass die Eruption in Kürze zu Ende gehen könnte (siehe Holuhraun-Prognosen vom 25. Januar)

Der Ausbruch startete am 31. August und zog auch das Interesse der Medien in Mitteleuropa auf sich. Sehr zahlreiche und heftige Erdbeben wurden bei der Bardarbunga Caldera gemessen und man befürchtete einen schlimmen Ausbruch. Die Lava bewegte sich unterirdisch nordwärts und kam bei Holuhraun an die Oberfläche. Für fast 6 Monate konnte die brodelnde Lava auf Rundflügen gesehen (eigene Rundflug-Fotos) werden, während das ganze Gebiet bis zum Myvatn für private und touristische Fahrten gesperrt war – sehr zum Leidwesen der Tourenanbieter im Norden, die im Sommer täglich zur Askja Caldera oder bis Kverkfjöll fahren. Insgesamt ist aber dieser Ausbruch bis zum heutigen Tag sehr glimpflich verlaufen und niemand kam zu Schaden, da das Gebiet unbewohnt ist. Es war einer der grössten Ausbrüche für viele Jahrzehnte und die Schwefelkonzentration stieg  je nach Windrichtung merklich.  Weiterlesen →

20. Februar 2015

Island-Virus, Rainers Reiseberichte Teil 1

Rainer durchquerte auf dem Weg durchs Fjallabak den Fluss für dieses Bild. 25.06.2013

Rainer durchquerte auf dem Weg durchs Fjallabak den Fluss für dieses Bild. 25.06.2013

Island-Virus, ein Begriff, den man ab zu hört. Ist man infiziert, weiss man genau was er bedeutet. Nicht selten reisen Leute nichts ahnend nach Island und merken schon unterwegs, aber allerspätestens bei der Rückkehr, dass die Islanderlebnisse stark nachwirken und einen nicht mehr loslassen. Man ist befallen vom Island-Virus. Aber es ist nicht weiter schlimm und nicht zu vergleichen mit einer Grippe, man kann etwas dagegen (oder dafür?) tun. Am besten man reist einfach wieder nach Island. Als Zwischenlösung hat sich Rainer entschieden einen Reise- und Islandbericht zu verfassen. Er war Reiseteilnehmer der Rundreise Glanzlichter des Nordens* im Juni 2013. Sein Bericht darf nun an dieser Stelle veröffentlich werden. Rainer schrieb immer wieder Teilstücke, verschaffte sich mehr Wissen und fügte dann einen grossen Teil eigener Bilder ein. Er buchte Silvester in Reykjavik 2013/14  und freut sich nun riesig auf die Grönland-Seereise mit der MS Ocean Diamond. Diese Reise wird natürlich in Island enden… Danke Rainer, vielleicht kannst du mit deinem Bericht einigen gegen (oder für) die Island-Sehnsucht helfen. Weitere Berichte werden folgen. Rainers erster Islandbericht.

*Das Team Best of Iceland ist im Sommer 2015 nicht auf dieser Reise unterwegs, aber einem sehr ähnlichen Routenverlauf folgt die Reise Auf den Spuren der Eismalerin im Juni – mit Übernachtung auf der Insel Flatey und Besuch der besten Papageitaucher-Beobachtungsorte (es hat noch einige freie Plätze, die Reise wird durchgeführt).

12. Februar 2015

Thorrablot

Islandtaufe mit Hakarl und Brennivin. 23.08.2012

Islandtaufe mit Hakarl und Brennivin. 23.08.2012

Hakarl und Brennivin, die Islandtaufe sollte auf keiner Tour fehlen! Was Touristen einmal kosten und mehr oder eher weniger mögen, gehört bei den Isländern zu einer alten Tradition, welche Ende Januar beginnt und in den Februar hinein dauert. Im alten isländischen Kalender heisst der Monat Thorri und es war für die Leute eine schwierige Zeit. Die Kälte machte zu schaffen und die Vorräte drohten zur Neige zu gehen. Thorrablot  ist dem Gott Thor gewidmet, der dem Monat auch den Namen gab. Mit Thorrablot gedenken die Isländer alter Zeiten, als das Leben viel schwerer war und die Menschen sich im Winter von in den Vormonaten eingelegten, gesäuerten und geräucherten Lebensmitteln ernähren mussten. Dazu gehören gesengter Schafskopf (Svid), welchen man inklusive Augen und Ohren verzehrt, eingelegte Schafshoden, Schwartenmagen, Trockenfisch, Schweinsfett, Blutwurst, sauer eingelegtes, geräuchertes Lamm und fermentierter Hai. Das süssliche Roggenbrot Rugbraud und Flatkökur, eine Art Fadenbrot werden mit serviert. Bei all diesen „Leckereien“ darf der isländische Schnaps Brennivin natürlich nicht fehlen. Ä Guete und Prost! Mehr über Thorrablot liest man hier .