21. April 2017

Von Papageitauchern und Füchsen (Thorirs Video)

Ob der Papageitaucher die Feder für den Nestbau braucht? Borgarfjördur Eystri, 06.06.2016

Die langen Tage sind da, gemäss dem altnordischen Kalender hat der Sommer unlängst angefangen. Die Ornithologen halten Ausschau nach den Vogelarten, welche Jahr für Jahr zum Brüten nach Island fliegen. Der Goldregenpfeifer wurde schon Ende März gesichtet, aber nun ist man wirklich erleichtert, dass auch die Papageitaucher wieder zurück kehren. Im Norden wurden sie schon früher gesichtet, aber im Süden, wo die Lebensbedingungen in den letzten Sommern schwierig waren für die putzigen Vögel, freute man sich sehr über die Ankömmlinge, so in Dyrholaey und auf den Westmännerinseln, der Destination mit der grössten Kolonie. Weiterlesen →

20. April 2017

Winterlicher Sommeranfang

Die Temperaturen zeigen sich auf der Wetterkarte winterlich am Tag des Sommeranfangs. Screenshot von www.vedur.is, 20.04.2017

Viele Isländer genossen heute einen freien Tag, nahmen vielleicht sogar an einer traditionellen Parade oder an einem speziellen Sportanlass teil. In Island wird so der Sommeranfang gefeiert, es ist sumardagurinn fyrsti. Der Frühling geht ganz vergessen, denn der altnordische Kalender kennt nur die beiden Jahreszeiten Sommer und Winter. Die Leute wünschen sich gegenseitig einen guten Sommer und bedanken sich für den letzten Winter. Die Temperaturen müssen nicht zwingend sommerlich sein für den Sommeranfang. Im Gegenteil, es gilt als gutes Zeichen für einen warmen Sommer, wenn die Jahreszeiten wortwörtlich zusammen frieren. In diesem Jahr schafften es die Temperaturen in Island nicht so tief ins Minus wie in der Schweiz und es waren auch keine Fruchtblüten gefährdet. In Island blüht um diese Zeit noch nichts, dazu braucht es wärmere Temperaturen, die hellen Tage sind allerdings schon da. Um wirkliche Dunkelheit zu erleben, muss man sich bis in den Monat August gedulden. Gledilegt sumar!

16. April 2017

Osterparkplatzstau in Keflavik

Flughafenskulpturen Vogelei und Nordlicht in Keflavik. 27.04.0216

Während sich alljährlich bei uns die Autos pünktlich vor Ostern vor dem Gotthard- und den anderen Alpentunnels stauen, sahen sich die Isländer mit einem neuen Problem konfrontiert. Die Parkplätze beim Flughafen und in den umliegenden Orten sind alle voll und wer sein Auto noch irgendwo abstellen wollte, musste merken, dass dies ganz schwierig werden würde. Fünf lange und für die meisten arbeitsfreie Ostertage bieten eine gute Gelegenheit um zu verreisen. Weiterlesen →

14. April 2017

Trapped – Gefangen in Seydisfjördur

Die Fähre Norröna von Smyril Line erreicht Seydisfjördur. 07.06.2011

„Trapped“ bedeutet gefangen, verschüttet, eingekeilt und entwickelt sich in Island zu einer Art geflügeltem Wort. Erst vor kurzem wurde die Krimiserie „Trapped – Gefangen in Island“  von Baltasar Kormakur im ZDF gezeigt und ist dort noch bis Mitte Mai in der Mediathek verfügbar. In der Fernsehserie liegt die Fähre Norröna im Hafen von Seydisfjördur, als gleichzeitig ein Teil einer Leiche gefunden wird. Eigentlich müssten die Kriminalisten ermitteln, aber wegen heftigem Schneesturm ist es unmöglich Seydisfjördur zu erreichen und ebenso wenig kann man von dort  wegkommen. Und genauso erging es ungefähr 700 Personen, welche am 11. April mit der Fähre von Smyril Line Seydisfjördur erreichten. Weiterlesen →

6. April 2017

Akranesviti, ein Leuchtturmmärchen

Der alte, renovierte Leuchtturm von Akranes, ein beliebtes Fotomodell. 11.03.2017

Es war einmal…, so könnte die Geschichte beginnen, ganz wie es bei Märchen üblich ist.  Also, es war einmal ein Leuchtturm, welcher an der äussersten Spitze des auf einer kleinen Halbinsel gelegenen Ortes Akranes stand. Sein Name ist Akranesviti. Viti ist isländisch und bedeutet Leuchtturm, „nes“ ist eine Halbinsel und „akra“ weisst auf Ackerbau hin. Der Leuchtturm in Akranes wurde 1918 aus Beton gebaut, er war damals einer der ersten dieser Art. Zu dieser Zeit gehörte Island noch zu Dänemark und so ist es nicht weiter verwunderlich dass sein Erbauer ein Däne war. Der Architekt hiess Thorwald Krabbe. Wie bei jedem Leuchtturm ging es darum, Schiffen anzuzeigen, wo die Küste ist. Akranesviti war nicht sehr gross mit seinen zehn Metern Höhe. Dies war wahrscheinlich der Grund, dass in den Jahren 1943/44 wenige Meter landeinwärts ein neuer Leuchtturm gebaut wurde mit einer Höhe von 22,7 Metern. Somit konnte das Leuchtfeuer auch aus grösserer Distanz gesehen werden, was für die grösser und schneller werdenden Schiffe ganz wichtig war. Der von Axel Sveinsson erbaute zweite Akranesviti wurde 1947 in Betrieb genommen und wurde bis 1956 mit Gas zum Leuchten gebracht. Danach übernahm Strom diese Aufgabe.

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